#32 Liquidität planen: Wie viel Geld hast Du in 9 Wochen?

Shownotes

Dein Kontostand zeigt Dir genau einen Tag: heute. Liquidität planen heißt, die nächsten 13 Wochen zu sehen – bevor Löhne, Umsatzsteuer und ein säumiger Kunde in derselben Woche zusammentreffen.

Frag einen Inhaber nach dem Umsatz vom letzten Monat, und er nennt Dir eine Zahl. Frag ihn, wie viel Geld in neun Wochen auf dem Konto ist – und es wird still.

  • Du kennst Deinen Umsatz und ungefähr Deinen Gewinn, aber nicht Deinen Kontostand in neun Wochen.
  • Löhne, Sozialversicherung und Umsatzsteuer werden in derselben Woche abgebucht – und Dein größter Kunde hat noch nicht gezahlt.
  • Du planst mit Nettozahlen. Dein Konto kennt nur Brutto.

Zwei von drei treffen zu? Dann ist diese Folge für Dich.

Immer wieder sitzen Inhaber bei mir, bei denen ich auf die Zahlen schaue und nur noch sagen kann: zu spät. Die Lücke war Wochen vorher erkennbar. Es hat nur niemand hingeguckt.

Was Du mitnimmst:

→ Die drei Zahlenquellen, die Du längst hast – und warum Deine Kreditlinie nicht dazugehört → Das 13-Wochen-Raster: eine Tabelle, Plus und Minus, dreißig Minuten jeden Montag → Der Alarmwert: die eine Zahl, die aus einer Krise eine Aufgabe macht → Was die Drei-Wochen-Messlatte des Bundesgerichtshofs für Dich als Inhaber bedeutet

Jetzt hören: ca. 20 Minuten. 1 Thema. Geballte Tipps. Sofort umsetzbar.

Den Rohentwurf der Excel-Tabelle – und die Fassung, mit der ich in Beratungen arbeite – schicke ich Dir auf Nachricht über rosenbaum-consulting.de. Dort kannst Du auch den Samstagsbrief abonnieren: jeden Samstag um sieben ein Brief in Dein Postfach.


Jede Folge: ca. 20 Minuten. 1 Thema. Geballte Tipps. Sofort umsetzbar.

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Dieser Podcast ist eine Produktion von STUDIO VENEZIA – the podcast company: https://www.studiovenezia.de

Transkript anzeigen

00:00:01: Stell dir vor, dein Betrieb schreibt schwarze Zahlen.

00:00:04: Der Gewinn stimmt, die Auftragsbücher sind voll und trotzdem fehlen wir in drei Wochen.

00:00:09: Achtzigtausend Euro auf dem Konto!

00:00:11: Nicht weil du schlecht gewirtschaftet hast sondern weil du dein Geschäft rückwärts führst und da Geld nach vorne ausgegeben wird.

00:00:21: Ahoy aus Kiel hier ist Olaf Rosenbaum und du hörst Chefsache Krise Tipps von Anregung direkt auf deine Ohren damit deinen Unternehmen erfolgreich steuern kann.

00:00:30: Heute Baust du deinen dreizehn Wochen Liquiditätsplan?

00:00:34: In einer Woche aufgebaut, dreißig Minuten Pflege pro Woche und du weißt dann danach wie viel Geld dein Unternehmen in einem Vierteljahr auf dem Konto hat.

00:00:42: Und wenn du regelmäßiger Hörer von Chefs auch eine Krise bist, dann tut mir jetzt eingefahren!

00:00:47: Rück auf Folgen, ihr wisst Algorithmus usw.

00:00:50: Und los geht's rein in die Folge zweiunddreißig.

00:00:55: Frag einen Inneren nach dem Umsatz vom letzten Monat und dann kriegst Du von dem meistens ne Zahl also tatsächlich auch nicht immer aber häufig.

00:01:02: Frage nach dem Gewinn, dann kriegst du eine scherzende ungefähre Zahl und dann fragst Du wie viel Geld hast Du in neun Wochen auf den Konto?

00:01:11: Und da wird es aber mal ganz still.

00:01:12: Starrer Blick glasige Augen keine Antwort!

00:01:16: Und dafür gibt's einen einfachen Grund Alles was Du dir regelmäßig anschauest schaut in die Vergangenheit Die Buchhaltung die betrittswirtschaftliche Auswertung der Jahresabschluss.

00:01:29: Da ist auch wichtig.

00:01:31: Die Vergangenheit kann ihr nicht im nächsten Monat die Löhne überweisen.

00:01:35: Die Löhnen bezahlst du in der Zukunft, aus dem Geld das noch kommen soll!

00:01:39: Das Einzige was Du heute siehst ist der Kontostand und er zeigt Dir genau einen Tag nämlich Heute.

00:01:46: Heute sind vielleicht vierzigtausend Euro auf den Konto.

00:01:48: fühlt sich ganz gut an aber was es in drei Wochen wenn Lohnen, Sozialversicherung, Umsatzsteuer usw.

00:01:53: in derselben Woche abgebucht werden?

00:01:55: Und Dein größter Kunde hat noch nicht gezahlt.

00:01:57: Das sagt Dir dein Kontostrand von heute nicht.

00:02:00: Der sagt ja nur, wie es gestern ausging und was dann eben zu dem Kontostand von heute geführt hat.

00:02:07: Wie ernst das in diesem Land ist?

00:02:09: Das zeigt eine Zahl.

00:02:10: Das Statistische Bundesamt hat für zwanzig-fünfundzwanzig vierundzwanzichtausend vierhundertsechzig Unternehmensinsurvenzen gemeldet – zehn Komma drei Prozent mehr als im Vorjahr!

00:02:20: Und schon dreieinzwanzige und vierundswanzig waren das jeweils mehr als zwanzichprozent anstieg.

00:02:25: Und höher als jetzt lag die Zahl nur im Jahr zwei tausendundviertzehn.

00:02:29: Hinter jeder dieser Zahlen steht ein Inhaber, der irgendwann nicht mehr bezahlen konnte.

00:02:33: Und die wenigsten Betriebe unternehmen sind an einem einzigen Tag umgefallen.

00:02:37: Das hatten wir schon im Folge zweiundzwanzig.

00:02:41: Niemand wacht morgens auf und ist insolvent.

00:02:43: In meinen Beratungen habe ich das immer wieder erlebt.

00:02:46: Die Lücke, die einen Betrieb umwirft war Wochen vorher erkennbar Tatsächlich Monate und in manchen Fällen sogar Jahre vorher.

00:02:55: Es hat nun niemand hingeguckt.

00:02:58: In den Folgen sieben und in der Folge achtzehn oder neunzehn habe ich immer wieder über die Liquidität zu planen gesprochen, aber wir haben nie darüber gesprochen wie du den jetzt machst ohne dass du gleich irgendwie einen Raumschiff bauen musst.

00:03:11: Das ändern wir heute!

00:03:13: Der Grund weshalb der Blick so selten nach vorne geht steckt im Einsatz.

00:03:18: um den kennst du schon.

00:03:19: Gewinn ist Feinstaub.

00:03:21: Cash in a Tash ist real.

00:03:23: Nehmen wir an Du stellst heute eine Rechnung über hunderttausend Euro netto.

00:03:27: Die Buchhaltung bucht den Umsatz, der Gewinn steigt.

00:03:29: auf dem Papier bist du reich.

00:03:32: Auf dem Konto ist aber kein Cent.

00:03:35: Dein Kunde hat, sagen wir mal, sechzig Tage Zeit und in dieser Zeit laufen deine Auszahlungen ganz normal weiter die Löhne, die Miete, Lieferantenmaterial usw.

00:03:44: Und die Umsatzsteuer.

00:03:46: In der Regel versteuerst du nach vereinbarten Entgelten.

00:03:48: das heißt also sobald du die Rechnung geschrieben hast musst du dir die Umsattssteuer abführen.

00:03:52: Das ist dein Normalfall.

00:03:55: und dann zahlst du die Mehrwertsteuer auf die Rechnung, die du gestellt hast aber nicht auf das Geld, dass du bekommen hast.

00:04:01: Schau einfach mal auf dein Bankkonto was da alles so runter geht.

00:04:03: zur Zahlfestigerungsbeiträge Einkommensstreuverauszahlungen, die regelmäßig kommen jedes Quartal Gewerbesteuerveraussaalungen usw.

00:04:13: und genau dann entsteht nämlich die Lücke an dem Tag, an dem du das Geld ausgibst und an dem tag, an den du es von deinen Kunden bekommst.

00:04:20: Und diese Lücke ist quasi kein Komfortproblem sondern das ist ein Rechtsrahmen.

00:04:26: Der Bundesgericht hat zwar zweitausendfünfmal festgelegt, woran man Zahlungsfähigkeit messen kann.

00:04:31: Du kannst deine fälligen Rechnungen nicht bezahlen und wenn sich diese Lücke nicht innerhalb von drei Wochen schließen lässt dann hast du ein Problem Und vielen zehn Prozent oder mehr deiner fertigen Verbindlichkeiten.

00:04:43: Dann geht man von Zahlung und Fähigkeit aus.

00:04:45: Also nochmal Kannst du innerhalb von Drei Wochen Deine fällige Verbindlichkeit bedienen?

00:04:51: Kein Problem.

00:04:52: kannst du mehr als zehn Prozent deiner fälligen Verbindlichkeiten nicht bedienen, dann bist du zahlungsunfähig.

00:04:58: Und wenn du eine GmbH fürst, dann müsstest du eigentlich spätestens drei Wochen nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit einen Insolvenzantrag stellen.

00:05:05: Wenn du das nicht machst oder zu spät, dann greifen die Strafen, die das Gesetz dafür vorsieht und bekommst du nur GmbHS-Geschäftsführer bis in der Regel noch ein Strafverfahren, Geldstrafe und vor allen Dingen – und das kann dabei fast das Schlimmste sein!

00:05:19: Du wirst in der Regel, in die sogenannte Durchgriffshaftung kommen.

00:05:23: Das heißt also du haftest für alles was nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit einen Schulden aufgelaufen ist und dem Zeitpunkt wo der Inselwärtsantrag gestellt wurde.

00:05:32: dafür hafteste als Geschäftsführer selbst unpersönlich.

00:05:36: Und wenn du ein Einzelunternehmen führst dann sind die Kriterien weniger hart aber nichtsdestotrotz kann es ja auch da helfen wenn man nicht zahlungsunfähig wird Für den Fall dass du schon in dieser Situation steckst nur mal eine kleine Hinweise fahren, weil Filmsorgerns reicht.

00:05:50: Ja?

00:05:50: Heimat googeln oder wenn du keinen guten Kenz rufen, ich kenne welche die das gut hinkriegen.

00:05:57: Einer davon kennt ihr im Übrigen auch schon, Claudius fing beinahe rausfolge Ich weiß es nicht.

00:06:02: Wenn ihr wollt hört's euch nochmal an.

00:06:04: So und jetzt kommt der Punkt Die Semestlatte arbeitet mit drei Wochen.

00:06:08: Wie willst Du aber wissen ob du in drei wochende Lücke hast wenn nun nur den Kontostand von heute kennst?

00:06:15: Antwort gar nicht.

00:06:17: Kannst du nicht wissen, du erfährst es wenn's passiert ist.

00:06:20: Der Titel von Folge achtzehn sagt das auch weil seine Zahlen nicht kennt merkt die Insolvenz erst beim Aufschlag und Krise haben wir gelernt ist Verlust von Steuerbarkeit und wer nicht nach vorne guckt der steuert halt nicht.

00:06:32: Ja ich habe dafür schon Beispiele gebracht.

00:06:36: also Autofahren Während Du in den Rückspiegel guckst mit einer schwarz angemalten Mitschutzscheibe geht in der Regel nicht lange.

00:06:43: gut.

00:06:44: Also Die Frage dieser Folge, wie bekommst du jetzt einen Blick der nicht nur zurückgeht sondern auch nach vorne?

00:06:52: Und zwar genau genug um zu handeln.

00:06:55: Einfach genug um den selber zu pflegen ohne teure Software, ohne Riesenberatungsprojekt und so weiter.

00:07:02: Warum dreizehn Wochen.

00:07:03: ein Vierteljahr ist weit genug damit Banken Kunden und Lieferanten noch zwei Tagen zu reagieren und nahe genug dran damit du deine Zahlen kennst.

00:07:13: Die Antwort bauen wir in drei Schritten.

00:07:14: Schritt eins, die drei Zahlenquellen aus denen ein Plan besteht.

00:07:18: Schritt zwei das Raster dass du in einer Woche aufbaust und jeden Montag einfach pflegst.

00:07:24: Und wenn du willst kannst du dafür sogar Kajibit nutzen.

00:07:27: Und Schritt drei wie du aus dieser Lücke so sie denn da sein sollte eine Maßnahme machst bevor die Lücke Dinge mit dir tut.

00:07:39: Fangen wir an mit Trainingseinheit.

00:07:41: Eins von Drei Ein Liquiditätsplan braucht keine Schätzungen aus der Luft.

00:07:45: Er besteht aus drei Quellen, die du schon lange hast.

00:07:49: Quelle eins – Kontostand von heute!

00:07:51: Alle konnten jeder Cent und wichtig deine Kreditlinie zählt nicht als Geld.

00:07:57: Die kannst Du gesondert aufschreiben als Reserve, die Du allerdings dann nur gegen Zinsen bekommst.

00:08:03: Die zweite Quelle ist Deine offenen Forderung.

00:08:07: Die Liste bekommst du von deiner Buchhaltung oder deinem Steuerberater, vielleicht hast du irgendein System bei dir mit dem Du die offenen Forderungen mitplottest.

00:08:15: Wenn Du Deine Rechnung mit Rechnungsschreibungssoftware schreibst also bitte hier nicht mit Word und Excel das ist schon lange lange verboten sondern mit sagen wir mal Selfdesk, Lex Office oder wie diese ganze Produkte heißen oder vielleicht hast Du ein eigenes Branchesystem.

00:08:31: dann ist da auch garantiert eine Funktion dabei wo Du abhaken kannst ob eine rechnung bezahlt ist.

00:08:35: folglich Wenn du alle Rechnungen damit schreibst, hachst die ab, die bezahlt sind ist die Differenz das was noch offen ist.

00:08:41: Und du trägst aber nicht das Zahlungsziel ein sondern Du versuchst herauszukriegen wann das Geld wirklich kommt.

00:08:51: wenn du weißt dass deine Kunden permanent das zahlungsziel überschreiten dann hast du sowieso ein Problem.

00:08:56: Aber versucht dir klarzumachen wann das geld kommt.

00:08:59: Dann kommen die Rechnung die du noch nicht gestellt hast Also das Geld aus den Aufträgen, die in Arbeit sind.

00:09:07: Und die benutzt du aber nur oder beziehst sie nur mit ein in deine Berechnung wenn du wirklich ehrlich sagen kannst in welcher Woche die Rechnungen gestellt werden kann plus die Zeit die der Kunde braucht zum bezahlen.

00:09:18: Im Zweifel lieber eine Woche mehr drauf packen damit du sicher sein kannst.

00:09:23: und Quelle drei Deine Auszahlung.

00:09:26: da gibt es auch zwei Teile nämlich die offenen Lieferantenrechnung.

00:09:31: Zweitens die festen Termine, die es auch ohne Rechnung gibt.

00:09:34: Nämlich Löhne und Gehälter, Sozialversicherung, Umsatzsteuer, Miete, Leasing, Darlingsratenversicherungen usw.

00:09:42: Diese Betriege, die ändern sie ich auch meistens nicht signifikanter Höhe nach.

00:09:46: Das heißt du kannst tatsächlich grob schätzen oder setz dich mal bitte mit deinem Steuerberater zusammen damit der dir diese Beträge zusammengesteckt.

00:09:54: Eine Hilfe, damit du nichts vergisst.

00:09:56: Nimm dir die Kontauszüge der letzten zwölf Monate und markier jede Abbuchung, die nicht monatlich gekommen ist.

00:10:03: Versicherungsbeiträge zum Beispiel üblicherweise, die kommen ja irgendwann in irgendeinem Monat einmalig.

00:10:09: Berufsgenossenschaften, irgendwelche Wartungen, Lizenzen

00:10:11: usw.,

00:10:13: die kannst du dann aber zeitlich festmachen.

00:10:15: bei den Versicherungen in der Regel im selben Monat abbuchen.

00:10:20: Dann noch ein Fehler, der fast jedem passiert.

00:10:22: Du plantest in der Regel mit Nettozahlen.

00:10:25: Dein Konto kennt aber kein Netto okay?

00:10:28: Auf deinem Konto ist Brutto das heißt der Kunde zahlt in Brutto und du musst deine Rechnung auch in Brotto bezahlen.

00:10:33: also planen die Mehrwertsteuer bitte mit ein.

00:10:36: Also holt jetzt diese Unterlagen Wenn du sie dir nicht selber zusammenstellen kannst aus deinen Informationen die bei dir liegen oder wenn du Probleme hast die Zahlen zuzuordnen Dann bitte ruf deinen Steuerberater an, das ist ein Teil seines Jobs.

00:10:50: Das gehört dazu.

00:10:51: Setz dich mit dem zusammen und baut das gemeinsam auf!

00:10:55: Du hast also die Quellen zusammengesammelt.

00:10:57: jetzt kommt Einheit zwei.

00:10:59: Wie bauen wir daraus einen Plan?

00:11:02: Du brauchst dafür keine Software.

00:11:03: Das einzige was du dafür brauchst ist eine Tabelle.

00:11:06: Nimm dir irgendeine Tabellenkalkulation von mir aus Excel oder wenn du das überhaupt nicht machst dann kannst du dir ein Stück Papier nehmen wird bisschen aufwendiger geht aber auch.

00:11:17: Du hast drei zehn Spalten.

00:11:18: das sind die dreizehn Wochen jeweils mit dem Datum vom Montag.

00:11:22: Und links ganz links in die Zeilen.

00:11:25: erste zeile anfangs bestanden, dass ist der Konto Bestand zu Beginn der Woche.

00:11:28: dann kommen die Einzahlung.

00:11:30: Die Einzahlungen aus einer Rechnung die Zahlung aus Rechnungen die du noch nicht gestellt hast von denen aber meinst dass ihr in den nächsten dreizehn Wochen kommt sonstige Einzahlungs einlagen was auch immer das sein kann und darunter die Auszahlung Personal Lieferanten, Miete, Leasing da den Steuern und so weiter.

00:11:49: Und unten steht dann der Entbestand der Woche.

00:11:52: Also Anfangsbestand plus Einzahlung minus Auszahlung gleichentbestand.

00:11:58: Dieser Entbestands ist automatisch natürlich der Anfangs Bestand der nächsten Woche.

00:12:01: Das ist die ganze Mathematik, die da drin steckt.

00:12:04: Ja also auch die Formellsammlung für diese Excel-Tabelle besteht aus Plus und Minus.

00:12:09: das ist sehr überschaubar.

00:12:11: Ein Tipp noch arbeite mit runden Zahlen.

00:12:13: Ja, also Cent-Beträge sind da nicht weiter relevant.

00:12:17: So und dann kannst du noch wenn du möchtest das ist schon eine Ausbaustufe mehr diese Auszahlung die du zu tätigen ganz gedanklich in zwei Gruppen einteilen.

00:12:26: Es gibt bei diesen Auszahlungen welche die kann zu schieben?

00:12:29: Und welche die kannst du nicht schieben.

00:12:31: Löhne Sozialversicherung und Steuern kannst Du Nicht Schieben.

00:12:34: Lieferanten Anschaffung Investitionen vielleicht auch mal ne Versicherung Kannst du schieben.

00:12:41: Zweite Regel beim Ausfüllen dieser Tabelle.

00:12:45: Auszahlung gerne vollständig und sei bei den Einzahlungen ein bisschen vorsichtig.

00:12:49: Planen lieber ein bisschen zu pessimistisch, dann wirst du nicht überraschen.

00:12:54: im Zweifel wird die Situation eher besser als dass sie schlechter wird und andersrum ist es nicht gut wenn nur besser planst als es nachher tatsächlich ist bis auf der sicheren Seite.

00:13:05: Das Allerwichtigste ist, dieser Plan den wir jetzt aufbauen.

00:13:09: Der lebt von der Pflege und nicht vom Aufbau.

00:13:11: das ist schnell aufgebaut.

00:13:13: ihr müsst euch aber dazu zwingen diesen Plan noch tatsächlich zu pflegen.

00:13:16: könnt ihr das nicht so gut dann holt euch jemanden der es für euch macht Und bespricht mit demjenigen den plan.

00:13:24: ja jeden montag dreißig Minuten feste termin im kalender Mit eurer Buchhalter mit der jenigen oder demjenigen in der verwaltung setzt etc.

00:13:32: Immer das gleiche.

00:13:33: Hast du niemanden?

00:13:34: Musst es selbst machen, wenn dir dieses ganze Eintragen zulästig ist dann gibt es auch die Möglichkeit noch heutzutage so was tatsächlich mit KI zu regeln.

00:13:43: Dann würde die KI dir diese Tabelle ausfüllen.

00:13:47: Wenn du jetzt also deine Planwoche hast und du planst und du trägst jetzt die Zahlen der Vorwoche ein dann siehst Du ja wo's Abweichung gegeben hat welche Einzahlung ist nicht gekommen welcher Auszahlung es früher gekommen und das ist super weil nämlich Du dadurch auch lernst.

00:14:05: Du lernest nämlich deinen Unternehmen besser kennen, du weißt wie die Mechanismen funktionieren.

00:14:10: alles was bisher so gefühl war und ja nee und ich glaube Ja das funktioniert so und so.

00:14:15: Das wird jetzt zum Faktor Also die Frage Wie schnell bezahlen meine Kunden wirklich?

00:14:21: Und in echt wird daraus deutlich Was du dann machst ist du schiebst den Plan einfach eine Woche weiter.

00:14:28: Die vergangene Woche fliegt raus und hinten kommt Eine Woche drei mit dazu, sowas nennt man rollieren die Finanzplanung.

00:14:36: Du hast also immer dreizehn Wochen in deiner Excel Tabelle.

00:14:39: wenn du aber glaube ich bist immer halb zwölf Wochen oder vierzehn Wochen ist egal.

00:14:43: Hauptsache du machst was und nach drei bis vier Wochen fünf Wochen sechs Wochen sieben Wochen merkst du langsam wie gut du darin bist zu planen Und vor allen Dingen siehst du dann aber auch wo es eng wird und du wirst hundertprozentig anders agieren.

00:15:02: Wenn du siehst, dass in acht Wochen ein Liquiditätsproblem bekommst, dann wirst du zwangsläufig dich um deinen Mahnwesen kümmern und zusehen, dass deine Kunden ihre Rechnung schneller bezahlen.

00:15:12: Und das ist genau das was wir auch erreichen wollen!

00:15:16: Was haben wir damit erreicht?

00:15:18: Du hast einen Liquiditäatsplan geschaffen aber merkt ihr, ein Liquidität Plan, den du nicht jeden Montag anfasst, ist ein Dokument Das kannst du wegheften und ein Liquiditätsplan, den du jeden Montag pflegst.

00:15:32: Das nennt man Frühwarnsystem.

00:15:34: Meine Empfehlung noch an dich eine dringende Empfehung Ja!

00:15:38: Du kannst diese Aufgabe delegieren.

00:15:41: Ich rate dir allerdings dazu Mach das selbst Mach es selbst damit du dein Unternehmen besser kennenlernst Damit du weißt wie das Unternehmen wirklich funktioniert.

00:15:50: Und wenn du das in paar Monate gemacht hast dann kannst du's ja gerne delegieren.

00:15:53: aber mach es.

00:15:54: War das selbst?

00:15:56: Jetzt kommt Punkt drei.

00:15:58: Ein Plan, der nur die Zahlen zeigt, schützt dich nicht!

00:16:02: Der Plan schütze dich erst wenn du vorher festgelegt hast was bei welcher Zahl passiert und dafür braucht es einen Alarm wert.

00:16:11: Und das ist der Betrag unter den dein Konto stand nie fallen sollte.

00:16:18: Du kannst zum Beispiel, das musst du dir selber ausmachen deinem Sicherheitsbedürfnis.

00:16:23: Du kannst z.B sagen ich möchte einen Monat Personalkosten immer auf dem Konto haben oder zwei Monate Personalkosten oder Ich Möchte Personalkosten Sozialversicherung und Umsatzsteuer immer aufm konto haben.

00:16:36: Das musst du selber wissen.

00:16:37: dann du bist ein freier Mensch Freier Unternehmer.

00:16:41: Ich kann von mir sagen dass ich immer meine Gesamtkosten genommen habe und mein Ziel war es immer dafür zu sorgen, dass ich drei Monate kompletten Kostenblock in irgendeiner Form beschaffen kann.

00:16:54: Dass sich also sollte.

00:16:56: theoretische Annahme natürlich... Sollte meine Einnahmen irgendwie wegfallen das ich drei monatelang meinen Betrieb aufrechterhalten kann also drei Monate die Kosten bedienen.

00:17:06: Aber wie gesagt das ist deine Sichtweise auf dein Unternehmen die zählt und du nimmst dir den Wert den du gerne hättest.

00:17:14: Das ist dein Alarmwert Und in deiner Tabelle färbst du immer dann kannst auch automatisieren deinen Endbestand in Rot, wenn er genau diesen Wert fällt den du dir vorher überlegt hast.

00:17:30: Dann kannst du dir ja ausrechnen wie viel Zeit hast du noch bis zu dem Moment wo der rote Bankbestand auftaucht also wo dein roter Alarm einsetzt.

00:17:41: und das ist genau noch dein Handlungsspielraum.

00:17:43: In diesen Tagen hast du Zeit Dagegenzusteuern, du hast die Zeit dagegen zu steuern das dein Bankbestand unter das Niveau fällt dass du gerne hättest.

00:17:53: Und hier begreifst du vielleicht wo genau die Differenz liegt zwischen dem wie du es vielleicht jetzt gerade machst und wenn du einen Liquiditätsplan machst dieser rote Alarm dieser Rote Bank Bestand den siehst Du heute wenn auf der Bankkonto guckst dann ist aber zu spät.

00:18:08: du hast keine Option mehr.

00:18:09: Wenn du das sechs Wochen vorher siehst, dann hast du noch ganz viele Optionen.

00:18:13: Du kannst Geld besorgen, du kannst Kunden anrufen und kannst die Verrantenzahlung schieben usw.

00:18:17: Das heißt, du hast Aktionsspielraum!

00:18:21: Und den hast du nicht.

00:18:22: wenn man auf dein Bankkonto guckt und sagt Ups scheiße ich kann jetzt überhaupt gar nichts mehr bezahlen.

00:18:28: Dann solltest du auch das Worst Case Szenario nochmal mit abbilden wenn dein Plan zeigt dass du in den nächsten drei Wochen mehr als zehn Prozent deiner fälligen Rechnung nicht bezahlen kannst.

00:18:42: Und wenn es kein Weg gibt, sicher zu stellen dass du das irgendwie hinkriegst dann bist du in dem Bereich wo du dir dringend Hilfe holen solltest bei einem Fachanwalt für Insolvenzrecht.

00:18:55: Ja mein Tipp ist erst zum Steuerberater gehen einmal nochmal prüfen ob du einen Fehler gemacht hast dann Fachanwalts- insolvensrecht und zwar sofort damit auch du dann mit abplotten kannst, welche rechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten du noch hast.

00:19:10: Weil da gibt es einige.

00:19:12: Das Schlimmste ist nichts tun!

00:19:14: Bei Nichts tun passiert auch witzigerweise nix.

00:19:17: Es wird nur schlimmer und du hast keine Handlungsspielräume, du kannst nichts mehr machen.

00:19:21: ich erlebe das in meinen Beratungen jede Woche.

00:19:23: Da kommen jede Woche immer ein oder zwei Leute um die Kurve wo ich auf die Zahl gucke und sage sorry zu spät bitte Anwalt für Insolvenzrecht Ich kann hier nichts mehr tun.

00:19:33: Du hättest zwei Monate früher kommen müssen.

00:19:37: Passiert bei mir leider permanent.

00:19:40: Meistens aber, dass das Schöne.

00:19:43: dabei können ein guter Fahranwalt für Insolvenzrecht und ein gutter Steuerberater, Strickstrichunternehmenberater sich zusammensetzen und sagen okay wie kriegen wir die Kuh vom Eis?

00:19:52: Wie kriegen wir es hin, dass wir die Liquidität wieder sicherstellen und den Geschäftsführer aus den Rechtskonsequenzen eine verschlittene Insolventz raushalten?

00:20:02: Das kann man schaffen, wenn man gute Leute an seiner Seite hat.

00:20:07: Also merkt ihr.

00:20:09: eine Lücke die du zehn Wochen vorher siehst ist ne Aufgabe?

00:20:12: Eine Lücke, die du einen Tag vorher siehst is ne Krise.

00:20:16: Der Plan macht also aus einer Krise ne Lücke.

00:20:20: Kein Plan macht auch ne Lück in der Krise.

00:20:23: Wenn du jetzt ein bisschen Fantasieprobleme hast und nicht so ganz genau weißt wie du diesen Plan tatsächlich machen soll Dann geh auf rosenbaum-konsulting.de schreib mir ne Nachricht Und dann stelle ich dir sehr gerne so einen Plan zur Verfügung, also ein Rohentwurf sozusagen dieser Excel-Tabelle und es wird auch noch dabei sein.

00:20:42: Eine etwas aufgebote Version dieses Plans nämlich eine Version die ich immer benutze wenn ich eine Beratung in Unternehmen mache und zwar untergepäckig davon wie der Liquiditätsstand da ist damit ich selber für mich als Berater den Überblick darüber habe wo das Unternehmen steht.

00:20:58: Gleichzeitig bringe ich dem Geschäftsführer dann bei, dass er diese Tabelle auch benutzen kann damit auch er weiß wo er steht.

00:21:03: Also die beiden tabellen Blätter sind in der Datei enthalten, die ich dir gerne zusende.

00:21:09: Rosenbaum-Konsulting.de und dann wirst du schon sehen wie du mich irgendwie zu fassen kriegst.

00:21:16: Das war Folge thirty two von Chefsache Krise Dein vierzehntägiges Unternehmer Training.

00:21:21: Wenn Du den Blick zurück brauchst Den Cash Schlo, der dir zeigt wohin dein Geld gegangen ist Dann hör folge sechs Cash In a Tash Und was rechtlich zählt, wenn dein Plan eine Lücke zeigt.

00:21:32: Das hörst du in Folge achtzehn mit Claudius Finkbein ab.

00:21:36: Alle vierzehn Tage gibt es ne neue Folge mit geballten Tipps damit dein Unternehmen noch besser wird.

00:21:41: die nächste Folge in vierzehnt Tagen.

00:21:43: ich freue mich wenn Du wieder dabei bist.

00:21:45: und jetzt viel Spaß maximalen Erfolg bei der Umsetzung.

00:21:48: der Tipp aus dieser Folge Ein Hinweis noch für Dich seit kurzem gibt ist den Newsletterchefsache-Krise Der Samstagspiel jeden Samstag sieben Uhr ein Newsletter in dein E-Mail postfach, damit du wenn du dir deinen Marmeladenbrötchen zwischen die Gieben schiebst auch etwas Sinnvolles zulesen hast.

00:22:07: Wie kommst du an den Newsletter rosenbaum-consulting.de und dort einfach abonnieren du Wesserschiffe?

00:22:14: Ich freue mich wenn du abonnierst.

00:22:15: bis dahin dein Olaf Rosenbaum!

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